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Deutscher Al-Sultan gewinnt Ironman Austria

Der deutsche Ex-Weltmeister Faris Al-Sultan und die US-Amerikanerin Linsey Corbin haben am Sonntag die Siege beim 14. Ironman Austria in Klagenfurt geholt. Für Österreich gab es bei Gluthitze einen dritten Platz von Michaela Rudolf und einen vierten von Franz Höfer zu feiern.

Europameister Al-Sultan brachte die rund 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen bei Temperaturen weit jenseits der 30 Grad in 8:11:31 Stunden hinter sich. Der Salzburger Höfer absolvierte ein starkes Langdistanz-Debüt und musste sich in 8:28:41 nur Al-Sultan, dem Italiener Daniel Fontana (8:20:37) und dem Portugiesen Pedro Gomes (8:26:31) geschlagen geben.

"Ein Wahnsinnsrennen"
Im Vorjahr hatte der diesmal fehlende Belgier Marino Vanhoenacker am Wörthersee in 7:45:58 Stunden einen (allerdings bereits wenige Tage später verbesserten) Weltrekord aufgestellt. An diese Zeit kam Al-Sultan aufgrund der extremen Hitze diesmal zwar nicht heran, neun Minuten vor Fontana feierte der 34-jährige Weltmeister von 2005 aber einen souveränen Sieg. "Ein Wahnsinnsrennen. Es war sehr hart, speziell beim Laufen, aber die Zuschauer haben mich getragen", meinte Al-Sultan.

Höfer erreichte rund 17 Minuten hinter dem Sieger taumelnd das Ziel. Kurz nach der Ziellinie brach er zusammen und musste medizinisch erstversorgt werden. Wenig später war der Staatsmeister auf der olympischen Distanz aber wieder auf den Beinen und durfte sich ob seines gelungenen Langdistanz-Debüts feiern lassen.

Als zweitbester Österreicher wurde der Niederösterreicher Georg Swoboda (8:43:58), von 2006 bis 2008 wegen Dopings gesperrt, Zehnter.

Rudolf gewinnt Duell um Platz drei
Die 31-jährige Corbin setzte sich in 9:09:58 Stunden vor der wie im Vorjahr zweitplatzierten Ungarin Erika Csomor (9:12:09) durch. Mehr als eine halbe Stunde dahinter entschied die Niederösterreicherin Rudolf (9:44:37) den Kampf um Platz drei gegen die Deutsche Dana Wagner (9:46:10) knapp für sich. "Ein Wahnsinn. Zwischendurch hat es nach Platz vier ausgesehen, aber es hat gereicht", freute sich die 40-Jährige aus St. Pölten.

Aufgrund der hohen Wassertemperatur hatte es erstmals ein Neoprenanzug-Verbot auf der Schwimmstrecke gegeben, was vor allem den mehr als 2.000 Hobbysportlern das Leben noch schwerer machte.


01.07.2012 20:16

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