Brite Stuart Hayes holt sich WM-Lauf in Kitzbühel
Beim 1,5 Kilometer langen Schwimmauftakt im Schwarzsee konnte sich keiner der 65 weltbesten Athleten entscheidend absetzen. In der zweiten von sechs Radrunden kam es schließlich zur Vorentscheidung, als fünf Fahrer um den späteren Sieger Hayes attackierten und ihren Vorsprung sukzessive ausbauten. Beim letzten Wechsel zu den zehn Laufkilometer lagen Hayes und seine Fluchtgefährten rund 1:20 Minuten vor den Verfolgern Javier Gomez, Jan Frodeno und Alistair Brownlee, der im Finale völlig einbrach.
Auf den vier abschließenden Laufrunden wurden Hayes Fluchtgefährten von den bisherigen Dominatoren der Saison, Gomez und Frodeno, geschluckt. Nur der Brite Hayes schaffte es solo ins Ziel. "Das ist mein erster richtig großer Erfolg und ich bin überglücklich. Gestern hatte ich absolut kein gutes Gefühl, weil mir die Höhe hier Sorgen bereitete. Aber die Radstrecke kam mir sehr entgegen und beim Laufen lief es perfekt", freute sich der gebürtige Londoner, der bei der Siegerehrung eine Lederhose von Alberto Tomba, Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler und OK-Chef Manfred Bachman überreicht bekam.
"Stuarts Sieg geht absolut in Ordnung, er hat ein starkes Rennen abgeliefert", sagte Olympiasieger Jan Frodeno, der als WM-Führender zum Finale nach Budapest anreist.
Giglmayr mit starkem Rennen, aber einem Fauxpas
Er wollte unter die Top-20 kommen und es sah lange nach seinem größten Erfolg in der World Championship-Series aus. Doch beim letzten Wechsel musste der Salzburger Andreas Giglmayr seine Hoffnungen begraben. "Es hätte heute ein Traumtag für mich werden können. Im Schwimmen lief es sehr gut, im Radfahren perfekt und zum Abschluss hab ich eines meiner besten Laufrennen in meiner Karriere absolviert", sagte Giglmayr, der mit dem großen Verfolgerfeld unter den Top-15 in die Wechselzone kam. Doch dort passierte es: "Ich fuhr mit dem Rad rein und hab meinen Platz übersehen. Orientiert habe ich mich an einer Werbetafel, doch eine davor dürfte ich übersehen haben. So musste ich zurück und hab leider wertvolle Sekunden verloren. Hier sind die besten der besten Triathleten am Start und so ein Fehler darf da nicht passieren." Am Ende holte Giglmayr Rang 30 und kam als einziger Österreicher ins Ziel, Franz Höfer musste aufgeben.
Für die Veranstaltung hatten Hayes, Frodeno, Gomez & Co nur lobende Worte übrig. Giglmayr brachte es auf den Punkt: "Die Stimmung war fantastisch und erinnerte in der Kitzbüheler Innenstadt an ein Kriterium der Extraklasse. Die Verlegung der Radstrecke dorthin hat sich auf alle Fälle ausgezahlt und das Rennen enorm aufgewertet."
15.08.2010 08:43











