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Ressler auf Platz zwölf in Arizona

Eine überragende Radleistung bescherte Jordan Rapp (USA) in Arizona den zweiten Sieg in diesem Jahr. Ihren ersten Ironman-Titel überhaupt bejubelte Samantha McGlone (CAN), die wie Rapp den alten Streckenrekord knackte. Markus Ressler belegte nach langer Verletzungspause den guten 12. Gesamtrang. Platz 16 ging an Gernot Seidl.

Mit kühlen 17 Grad hatte der Tempe Town Lake das hochklassige Profifeld und mehr als 2.000 Amateurathleten am Morgen empfangen. Die Britin Leanda Cave (50:10 Minuten) und Wolfgang Guembel aus Kanada (48:05 Minuten) kamen mit diesen Temperaturen am besten zurecht und führten das Feld auf die drei anspruchsvollen Radrunden im Nordosten der Metropolregion Phoenix.

Cave übernimmt sich
Dort konnte Cave ihren Vorsprung auf die Favoritinnen um die Kanadierin Samantha McGlone und Linsey Corbin (USA) zunächst weiter ausbauen. Am Ende scheiterte die 31-Jährige auf den 180 Kilometern knapp an der bei den Frauen so begehrten 5-Stunden-Marke. Schneller war nur McGlone (4:56:48 Stunden), die im vierten Ironman ihrer Karriere bis auf fünf Minuten an Cave herankam und damit ihre ungewöhnlich schwache Schwimmleistung (58:58 Minuten) kompensieren konnte. Diese hatte sich beim Radfahren offensichtlich übernommen und musste ihre kanadische Konkurrentin schon nach zwölf Laufkilometern ziehen lassen. Letztlich reichte Caves Marathon von mehr als dreieinhalb Stunden nicht einmal mehr für einen Podiumsplatz - die Langdistanz-Weltmeisterin von 2007 musste sich im Ziel mit Platz fünf begnügen.

McGlone eiskalt
McGlone löschte nach 9:09:19 Stunden den Streckenrekord von Michellie Jones aus dem Jahr 2006 aus und feierte nach dem Ironman-70.3-WM-Titel (2006) und Platz zwei auf Hawaii (2007) einen der größten Erfolg ihrer Laufbahn. Die Ränge zwei und drei sicherten sich Corbin - die schnellste Läuferin des Tages (3:04:58 Stunden) - und die Australierin Kate Major, die sich eine Minute vor Gina Kehr (USA) in Ziel rettete. Heidi Jesberger aus Assamstadt, die sich im Rennverlauf lange unter den besten zehn gehalten hatte, wurde in 9:50:40 Stunden Elfte.

Rapp nicht zu stoppen, Coenen stark
Im Gegensatz zu Cave hatte Wolfgang Guembel nur wenig Zeit, um sich über die Führung zu freuen. Noch in der ersten Radrunde ergriff der Sieger des Ironman Canada, Jordan Rapp, gemeinsam mit dem US-Amerikaner TJ Tollakson die Initiative. Mehrere Minuten Vorsprung verschafften sich die beiden mit Abstand stärksten Radfahrer im Feld bis zum zweiten Wechsel. Selbst eine starke Gruppe um Ironman-Rookie Richie Cunningham (AUS), sowie die beiden Deutschen René Göhler und Clemens Coenen biss sich an dem Führungsduo die Zähne aus. Rapp gelang es am Ende sogar noch, Tollakson abzuschütteln. In 4:22:30 Stunden unterbot er außerdem seinen eigene Radbestzeit um fast vier Minuten. 120 Sekunden Vorsprung nahm der 29-Jährige schließlich mit auf die spektakuläre Marathonstrecke am Ufer des Tempe Town Lake.

Mit Rekordzeit in die Flitterwochen
In Gefahr kam Rapps zweiter Saisonsieg danach nicht mehr. Die drittschnellste Laufzeit des Tages (2:55:45 Stunden) reichte, um Tollakson und - etwas überraschend - den für die USA startenden Berliner Torsten Abel auf die Plätze zwei und drei zu verweisen. In 8:13:35 Stunden luchste er Andreas Raelert seinen Streckenrekord schon nach einem Jahr wieder ab. Nun freue er sich auf seine Hochzeit am kommenden Wochenende und erholsame Flitterwochen, verkündete Rapp nach kurzer Verschnaufpause im Ziel. Cunningham rettete sich bei seinem Ironmandebüt nach einem kleinen Einbruch im letzten Laufdrittel auf Platz vier, der Lemgoer Clemens Coenen beendete seine erste Profisaison auf dem starken siebten Rang. Nur fünf Sekunden später sorgte auch René Göhler als Achter für einen versöhnlichen Jahresabschluss. Erfolgreich verlief auch das Comeback von Markus Ressler, der als bester Österreicher Zwölfter wurde.  
Quelle: Jan Sägert, www.tri-mag.de

Ford Ironman Arizona
3,8 km Schwimmen, 180 km Rad, 42,195 km Laufen)
22. November 2009, Tempe, Arizona (USA
)
Frauen
1. Samantha McGlone (CAN) 9:09:19 (58:58-4:56:48-3:10:10)
2. Linsey Corbin (USA) 9:13:46 (59:23-5:05:07-3:04:58)
3. Kate Major (AUS) 9:20:12 (55:14-5:05:39-3:15:03)
4. Gina Kehr (USA) 9:21:12 (53:39-5:09:17-3:12:25)
5. Leanda Cave (GBR) 9:31:04 (50:10-5:00:59-3:35:58)
6. Terra Castro (USA) 9:33:19 (58:57-5:13:36-3:16:56)
7. Meredith Keeran-Kessler (USA) 9:37:09 (54:12-5:05:25-3:32:50)
8. Gillian Moody (CAN) 9:37:12 (55:20-5:14:37-3:22:59)
9. Rachel Kiers (CAN) 9:45:26 (1:00:06-5:09:22-3:31:07)
10. Uli Bromme (USA) 9:47:44 (1:00:45-5:16:44-3:22:39)
11. Heidi Jesberger (GER) 9:50:40 (58:07-5:12:02-3:36:00)

Männer
1. Jordan Rapp (USA) 8:13:35 (50:49-4:22:30-2:55:45)
2. TJ Tollakson (USA) 8:20:22 (50:04-4:25:28-3:01:19)
3. Torsten Abel (USA) 8:20:39 (50:07-4:33:35-2:53:19)
4. Richie Cunningham (AUS) 8:23:18 (48:14-4:35:28-2:56:08)
5. Paul Ambrose (AUS) 8:24:54 (48:15-4:34:43-2:58:07)
6. Eric Bean (USA) 8:29:51 (54:06-4:29:03-3:01:55)
7. Clemens Coenen (GER) 8:32:36 (54:04-4:29:11-3:05:15)
8. René Göhler (GER) 8:32:41 (49:58-4:37:28-3:01:33)
9. Santiago Ascenco (BRA) 8:33:26 (54:00-4:47:06-2:49:15)
10. Petr Vabrousek (CZE) 8:37:45 (55:13-4:41:10-2:57:08)
12. Markus Ressler (AUT / hurtigflink LTC Graz) 8:46:47 (54:08-4:47:00-3:01:49)
16. Gernot Seidl (AUT / Karawanken Murmalan) 8:59:48 (1:03:48-4:46:36-3:05:47)
40. Rene Vallant (AUT / HSV Triathlon Kärnten) 9:23:18
48. (4. M30-34) Markus Lichtenegger (AUT / SSV Raiba Deutschfeistritz) 9:29:10
140. (31. M40-44) Markus Praschl (AUT / Nora Racing Team NÖ) 10:00:21
455. (97. M40-44) Rudolf Pemberger (AUT / Tri Team Salzburg) 11:03:10


24.11.2009 09:15

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