Von Valencia nach Taipeh
Die Schwimmstrecke verlangte durch lange flache Passagen beim Start, an den Landbojen und beim Ausstieg perfekte Delphinsprünge und eine gute Lauftechnik im flachen Wasser. 250 Meter durch tiefen Sand machten auch den Weg in die Wechselzone zu einer anstrengenden Herausforderung. Richard Varga (SVK) und Michel Poulout Torres (CUB) bewältigten diesen Abschnitt in knapp 16:20 am schnellsten. Dem Cubaner gelang es, mit dem Italiener Alberto Casadei auf dem flachen Radkurs einen Vorsprung von einer Minute bis zur zweiten Wechselzone herauszufahren. Doch dann begann der Sturmlauf der Franzosen. Mit einer Laufzeit von 29:52 und einer Gesamtzeit von 1:43:38 sicherte sich der Franzose Entienne Diemunsch vor seinem Landsmann Brice Daubord den Weltmeistertitel. Der Portugiese Pedro Palma sicherte sich die Bronzemedaille.
Der Österreicher Christoph Lorber stieg mit einer guten Schwimmleistung aus dem Wasser. Ein Sturz zu Beginn der Radstrecke warf ihn allerdings in die zweite große Radgruppe zurück. Mit dieser verlor er beständig an Boden auf die Führungsgruppe. Auf der Laufstrecke zeigte der Klagenfurter, dass er mit den Besten mithalten kann und arbeitete sich auf den 35. Gesamtrang vor. Tom Thalhammer fuhr lange alleine auf dem Fahrrad bzw. leistete für seine Radgruppe alleine die Führungsarbeit. Dieser Kraftanstrengung musste er dann auf der Laufstrecke Tribut zollen. Platz 66 war der karge Lohn für viel harte Arbeit bei brütender Hitze.
Das Damenrennen sah ein starkes polnisches Team. Agnieszka Jerzyk sicherte sich mit einer ausgeglichenen Leistung in allen 3 Teildisziplinen den Weltmeistertitel vor der wie entfesselnd laufenden US-Amerikanerin Gwen Jorgensen. Die ehemalige Leichtathletin deklassierte in 31:35 Minuten den Rest des Teilnehmerfeldes in der Laufdisziplin.
Die Siegerehrung der Teamwertung zeigte die Breite und Ausgewogenheit des Feldes. Sechs verschieden Mannschaften durften sich die begehrten Medaillen abholen. Bei den Frauen war das Team aus Polen vor jenen der USA und Italiens erfolgreich. Die Goldmedaille bei den Herren sicherte sich Frankreich vor Spanien und Australien.
Die FISU und die spanischen Organisatoren haben eindrücklich bewiesen, dass die Studentenweltmeisterschaften ein hochkarätiges internationales Sportevent ist. Die nächsten Studentenweltmeisterschaften werden 2012 in Chinesisch Taipeh stattfinden. Es bleibt zu hoffen, dass Österreich dort mit einem Herren und einem Damenteam am Start sein wird. Der ÖTRV hat für die Vorbereitung und Nominierung zu den Studentenweltmeisterschaften mit Oliver Bachmann (oliver.bachmann@bspa.at) auch einen offiziellen Ansprechpartner.
04.06.2010 08:59











