World Triathlon und die PTO gehen Partnerschaft ein
Die Triathlon World Tour startet im Jahr 2027 und vereint die bestehende T100 Triathlon World Tour, eine neu gebrandete World Triathlon Championship Series sowie die World Triathlon Cups. Die T100 Tour wird in T100 World Championship Series umbenannt. Die World Triathlon Championship Series (WTCS), im Rahmen dieser seit 2009 der Weltmeister (m/k) gekürt wurde, wird künftig als T50 World Championship Series auftreten, und eine neu geschaffene Nachwuchsserie wird unter dem Namen „Challenger Series“ geführt. Zusammengenommen – über verschiedene Distanzen und zwei Wettkampfebenen (Weltmeisterschaft und Challenger) – wird die Triathlon World Tour ab 2027 auf rund 100 Veranstaltungen pro Jahr anwachsen. Eine Reihe neuer Events wird Anfang 2026 angekündigt.
Neben der Bündelung der klassischen Standard-, Sprint- und 100-km-Triathlondistanzen unter einer einheitlichen Marke und einem gemeinsamen kommerziellen Angebot, das die jeweiligen Distanzen klar hervorhebt, wird die PTO in die Entwicklung eines einheitlichen und konsistenten Broadcast-Produkts investieren. Ziel ist es, Fans ganzjährig Live-Triathlonübertragungen zu bieten, die das außergewöhnliche Talent der besten Athletinnen und Athleten der Welt präsentieren. Damit wird die Arbeit beider Organisationen im Rahmen ihrer im Oktober 2024 angekündigten 12-jährigen strategischen Partnerschaft zur langfristigen Entwicklung des Sports konkret umgesetzt.
World Triathlon und die PTO werden die vollständigen Details der neuen Triathlon World Tour – einschließlich Branding, abgestufter Wettkampfstruktur und organisatorischem Aufbau – im ersten Quartal 2026 vorstellen. Fans, Athlet:innen, Medien und Partner erhalten dort erstmals einen umfassenden Überblick darüber, wie eine einheitliche Triathlon World Tour das Beste des Sports in einem starken, globalen Format vereinen wird.
Die Strategie reagiert auf die zentralen Erkenntnisse des Deloitte-Berichts von World Triathlon, der Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde und darauf abzielte, „die Zukunft des Triathlons neu zu denken“ und „die bislang ungenutzten kommerziellen und globalen Potenziale des Triathlons zu erschließen“. Neben dem großen Potenzial stellte der Bericht auch ein fragmentiertes Ökosystem fest und empfahl den Übergang von einem technisch geprägten zu einem stärker kommerziell ausgerichteten Modell – genau dies ist das Ziel der neuen Triathlon World Tour.
PTO-CEO Sam Renouf dazu: „Die Ankündigung dieses neuen Bauplans für unseren Sport ist ein unglaublich spannender nächster Schritt in unserer Partnerschaft mit World Triathlon und für das Wachstum des Triathlons. Die Empfehlung des Deloitte-Berichts, auf ein stärker kommerziell ausgerichtetes Modell umzusteigen, war eindeutig und passt zu unserer Ambition, den Sport in den Mainstream zu führen und ein Modell zu übernehmen, das sich in vielen anderen Sportarten bereits bewährt hat – zum Nutzen der Athlet:innen und des gesamten Ökosystems.“
„Die neue Triathlon World Tour mit ihren T100-, T50- und Challenger-Formaten wird eine einheitliche Marke und Wettkampfstruktur schaffen, die Fans, Medien, Sponsoren und weiteren Stakeholdern ein klareres Verständnis des Angebots ermöglicht. Zugleich ist dies eine starke Bestätigung unserer Strategie und unserer Partnerschaft mit World Triathlon sowie ein Beweis für das Vertrauen, das wir gemeinsam aufgebaut haben. Es zeigt außerdem, wie unsere Governance-Struktur eine enge strategische Abstimmung zwischen drei zentralen Interessengruppen ermöglicht hat: den Profiathlet:innen, dem internationalen Verband und den strategischen Investoren. Diese Ausrichtung hat es der PTO und den Athlet:innen erlaubt, sehr schnell ein neues World-Tour-Produkt zu etablieren, das bereits einen erheblichen Einfluss auf den Sport hatte.“
World-Triathlon-Präsident Antonio Arimany erklärte: „Der Deloitte-Bericht von World Triathlon hat klar gezeigt, dass unser Sport ein enormes Potenzial besitzt, wir uns aber an einen zunehmend wettbewerbsintensiven Markt anpassen müssen, um dieses zu erschließen. Eine der wichtigsten Erkenntnisse war die Notwendigkeit, dem Beispiel anderer internationaler Verbände zu folgen und kommerzielle Aktivitäten klar von Governance-Funktionen zu trennen. Diese Analyse sprach eindeutig für die PTO als Partner in diesem Projekt, da sie komplementäre Stärken zum langfristigen Nutzen des Triathlons einbringt. Gleichzeitig zeigte der Bericht, wie fragmentiert der Triathlon nach wie vor ist – sowohl aus Markensicht (World Triathlon, PTO/T100, IRONMAN, Challenge u. a.) als auch hinsichtlich der sportlichen Hierarchie, von Weltmeisterschaften und der WTCS bis hin zu World Cups und T100-Events. Unsere erfolgreiche Zusammenarbeit bei der T100-Tour hat bereits gezeigt, was in Bezug auf Event-Umsetzung, TV-Reichweiten und kommerzielles Interesse möglich ist – ebenso durch die gemeinsam getesteten Veranstaltungen an der französischen Riviera und in Wollongong 2025 sowie nun mit der Rückkehr der WTCS London 2026. Dieser nächste Schritt ist daher eine logische Weiterentwicklung, und wir sind wirklich begeistert von dem, was er für die Zukunft des Triathlons und des Para-Triathlons bedeuten wird, wenn wir die vollständige Triathlon World Tour Anfang nächsten Jahres vorstellen.“
So wird es 2026 funktionieren
Die T100 Triathlon World Tour 2026 wird wie geplant mit der 9-Stationen-Serie „T100 Race To Qatar“ stattfinden und folgende Stopps umfassen:
Gold Coast (21.–22. März), Singapur (25.–26. April), Spanien (23.–24. Mai), San Francisco (6.–7. Juni), Vancouver (15.–16. August), Französische Riviera (19.–20. September), Dubai (12.–15. November), Saudi-Arabien (November) und Katar (11.–12. Dezember).
Die World Triathlon Championship Series 2026: Abu Dhabi (27. März), Samarkand (25.–26. April), Yokohama (16. Mai), Alghero (5. Juni), Quiberon (20. Juni), Hamburg (11. Juli), London (25. Juli), Weihai (29. August), Karlovy Vary (11. September) sowie die Championship Finals in Pontevedra (24.–29. September).
Die Triathlon World Tour startet 2027. Die T100 World Championship Series und die T50 World Championship Series werden dann die einzigen offiziell anerkannten Weltmeister küren. Unterhalb der Weltmeisterschaftsebene wird die neu geschaffene Challenger Series angesiedelt, die eine Reihe von Events umfasst – darunter die bisherigen World Triathlon Cups – über die Distanzen T100, Standard und Sprint. Sie bietet einen klaren Aufstiegsweg zu den Championship-Serien und zu olympischen Qualifikationswettkämpfen.
Olympische Ambitionen
Gleichzeitig werden die PTO und World Triathlon weiter gemeinsam daran arbeiten, die 100-km-Triathlondistanz für die Olympischen Spiele ins Gespräch zu bringen – eine Idee, die erstmals beim World-Triathlon-Summit im Juli 2024 in Hamburg vorgestellt wurde. Dies spiegelt auch die Offenheit des IOC wider, verstärkt Formate mit Massenbeteiligung zu prüfen, wie zuletzt bei den Spielen Paris 2024 mit dem „Marathon Pour Tous“.
Renouf fügte hinzu: „Wir haben entschieden, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, diese Pläne zu verkünden, damit wir ihre Umsetzung nachhaltig aufbauen und offen über die spannenden Medien-, Broadcast- und kommerziellen Möglichkeiten sprechen können. Wie wir in dieser Saison auf der T100-Tour gesehen haben – nach unserer fünfjährigen Partnerschaft mit Visit Qatar im Januar und den weiteren Ankündigungen der letzten Wochen – gibt es ein starkes kommerzielles Interesse an einem Sport, der sowohl mit den großartigen Leistungen unserer Eliteathlet:innen als auch mit der Breitenbeteiligung, Fitness und Gemeinschaft verbunden ist, die unsere Events für Amateure bieten.“
15/12/25 09:51 zurück